Diese fünf strategischen Ziele erreichen Sie mit einem strategischen Klimaschutzengagement

Klimaschutz wird noch kaum als integraler Bestandteil wirtschaftlicher Unternehmensziele verstanden. Doch die weltweite Politik setzt deutliche Signale für die Zukunft: Dem Klimaschutz soll durch unternehmerisches Klimaschutzmanagement ein höherer Stellenwert in der Wirtschaft zukommen.

Bereiten Sie sich deshalb schon heute auf künftige Anforderungen vor, indem Sie diese fünf strategischen Klimaschutz-Ziele jetzt schon für sich nutzen.

1. Verschaffen Sie sich einen Überblick durch Transparenz

Transparenz ist zum einen Grundvoraussetzung für den Aufbau und die Einführung eines Klimaschutzmanagements und kann gleichzeitig durch den somit besseren strategischen Überblick als erstes Ziel verstanden werden. Denn durch ein wirksames Klimaschutzmanagement schaffen Sie mehr Transparenz!
Identifizieren Sie mit Hilfe der gewonnenen Transparenz Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Darüber hinaus werden Sie im Zuge er Informationssammlung schon erste wirtschaftliche Verbesserungspotenziale im Betreib erkennen. Mit einer transparenten Dokumentation Ihres Klimaschutzmanagements schaffen Sie gleichzeitig die Basis für eine interne und externe Unternehmenskommunikation, mit der Sie die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit über die erfolgreichen Aktivitäten Ihres Unternehmens informieren.

2. Managen Sie die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben

An der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen (engl. Compliance) führt kein Weg vorbei. Doch die Umsetzung rechtlicher Vorgaben muss nicht immer über zeitraubende und kostenintensive Einzelprojekte erfolgen. Ein strategisches Klimaschutzmanagement berücksichtigt sämtliche rechtliche Vorgaben vorausschauend über eine frühzeitige Integration der Anforderungen in die Unternehmensprozesse.
Die erste Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz im Unternehmen zeigt deutlich, wie die deutsche Gesetzgebung heute bereits Klimaschutzmaßnahmen fordert. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens werden in Form von zusätzlichen Gesetzen Ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter beeinflussen.
Schaffen Sie sich Rechtssicherheit als selbstverständlichen Teil des Tagesgeschäfts, indem Sie die Klimaschutzziele rechtzeitig im Unternehmen verankern und den rechtlichen Forderungen so zuvorkommen.

3. Verbessern Sie Ihr Image durch Beachtung gesellschaftlicher Erwartungen

Der Klimawandel stellt eine globale Herausforderung dar, die mittlerweile in den Köpfen der Verbraucher angekommen ist. Die gesellschaftlichen Erwartungen an Unternehmen sind deshalb so hoch wie nie zuvor. Die Anforderungen, die aus dieser Erwartungshaltung an Ihr Unternehmen gestellt werden, gehen weit über die reine Erfüllung von Compliance-Voraussetzungen hinaus.
Nur als vorbildlich handelndes Unternehmen im Bereich Klimaschutz sind Sie ausreichend auf die neuen marktbezogenen und gesellschaftlichen Veränderungen vorbereitet. Darüber hinaus können Sie mit neuen Produkten und Geschäftsmodellen den Markt und die öffentliche Wahrnehmung Ihrer Marke zusätzlich verbessern.
Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie Ihre Verantwortung wahrnehmen und damit die Zukunft für Ihr Unternehmen, Ihre Märkte und die gesellschaftlichen Lebensbedingungen aktiv mit tragen.

4. Reduzieren Sie Kosten durch höhere Effizienz

Klimaschutzmanagement ist auch Energie-, Ressourcen- und Kostenmanagement. Die Vermeidung oder Verringerung von Klimagas-Emissionen funktioniert am besten über Energie- und Ressourceneinsparungen. Der willkommene Nebeneffekt dieser Maßnahmen ist eine Reduzierung der Kosten in diesen Bereichen.
Unsere Erfahrung zeigt, dass der Aufwand und die Kosten für die Einführung eines Klimaschutzmanagements und die damit verbundenen technischen Innovationen in der Regel innerhalb weniger Jahre amortisiert werden und dann zu deutlichen Wettbewerbsvorteilen führen.
Nutzen Sie die aktuell günstige wirtschaftliche Lage, um durch ein Klimaschutzmanagement in zukünftige Rentabilität zu investieren.

5. Entwickeln Sie Zukunftsfähigkeit durch Übernahme von Verantwortung

Viele Unternehmen kennen nur ein Ziel: Monetärer Gewinn. Doch Zukunftsfähigkeit verlangt mehr als den kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unternehmen, die auch die nächsten Generationen erfolgreich überdauern wollen, benötigen einen festen Stand innerhalb ihres Stakeholder-Universums. Das bedeutet, dass Sie als Unternehmen nur dann überdauern werden, wenn Sie es schaffen, die Anforderungen Ihrer Stakeholder zu erfüllen. Und diese Anforderungen gehen zunehmend über monetäre Werte hinaus.
Erkennen Sie Ihre Verantwortung innerhalb der Gesellschaft durch eine Analyse Ihrer Stakeholderanforderungen. Klimaschutz, Energieeffizienz und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen werden hierbei eine große Rolle spielen. Nur wenn Sie diese Verantwortung leben – auch im Rahmen eines Klimaschutzmanagements – bleibt Ihr Unternehmen zukunftsfähig.

Beachten Sie für ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement diese 7 Punkte

In unserer Arbeit in Unternehmen verschiedener Branchen und Größen sind es immer wieder die gleichen Erfolgsfaktoren, mit denen der Weg vom Umweltmanagement zu Nachhaltigkeit und CSR gelingen.

Erfolgsfaktor Nr. 1:

Schaffen Sie klare Verantwortlichkeiten!

CSR und Nachhaltigkeit im Unternehmen liegen nicht in der Hand eines Einzelnen, sondern ruhen auf den Schultern vieler Kollegen! Dennoch ist es notwendig, klare Verantwortlichkeiten zu schaffen. Zumindest ein Kümmerer bzw. Koordinator für dieses Querschnittsthema muss benannt werden. Weisen Sie die Funktion des CSR- oder Nachhaltigkeitsbeauftragten im Organigramm aus. Statten Sie diese Funktion auch mit klaren Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen aus. Es ist oft sinnvoll, das Umweltteam um Zuständigkeiten für den Bereich Nachhaltigkeit zu erweitern. Zumindest projektbezogen müssen Kollegen aus anderen Bereichen wie Personal, Produktion, Einkauf oder Unternehmenskommunikation eingebunden werden.

Erfolgsfaktor Nr. 2:

Machen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung deutlich!

Erweitern Sie Ihr Unternehmensleitbild um Nachhaltigkeitsaspekte. So können Sie beispielsweise Ihre Umweltpolitik zu einer Nachhaltigkeitspolitik entwickeln. Positionieren Sie sich in diesem Leitbild zu den wichtigsten Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit:

  • Verpflichtung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise
  • Verantwortung für Ihre Kunden
  • Verantwortung in Ihrer Wertschöpfungskette
  • Verantwortung für Umwelt und Natur
  • Verantwortung für Ihre Mitarbeiter
  • Verantwortung für die Gesellschaft

Konkretisieren Sie dieses Unternehmensleitbild gegebenenfalls in einem Verhaltenskodex. Ein Beispiel dafür ist ein „Code of Conduct“ zur Berücksichtigung ökologischer und sozialer Standards in der Beschaffung.

Erfolgsfaktor Nr. 3:

Analysieren, bewerten und planen Sie Ihre Nachhaltigkeitsperformance!

Erfassen Sie regelmäßig die Auswirkungen Ihres Unternehmens auf alle nachhaltigkeitsrelevante Aspekte.
Integrieren Sie Vorgaben für eine bessere Nachhaltigkeitsperformance in die relevanten Prozesse im Unternehmen. Ihre Regelungen aus dem Umweltmanagement können sich dafür eignen, indem sie um Nachhaltigkeitsaspekte ergänzt werden.
Bewerten Sie die Ergebnisse Ihrer Nachhaltigkeits-Checks und legen Sie Prioritäten für Ihr Handeln fest.

Erfolgsfaktor Nr. 4:

Ergänzen Sie Ihre Umweltdaten um Nachhaltigkeitskennzahlen!

Erweitern Sie Ihr bestehendes Umweltkennzahlen-Portfolio um ausgewählte Daten und Kennzahlen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung Ihres Unternehmens. Zum Glück müssen Sie dabei das Rad nicht neu erfinden, sondern können oft auf Kennzahlen aus Bereichen wie Personal, Einkauf oder Ihrer Buchhaltung zurückgreifen. Nutzen Sie dabei auch die Anregungen aus dem Kennzahlenset des GRI-Standards der Global Reporting Initiative.

Erfolgsfaktor Nr. 5:

Machen Sie aus Ihrem Umweltprogramm ein Nachhaltigkeitsprogramm!

Erweitern Sie Ihr bestehendes Umweltprogramms zu einem Nachhaltigkeitsprogramm. Integrieren Sie dazu Maßnahmen aus den Bereichen Mitarbeiter, gesellschaftliches Engagement, Produkt, Produktion und Lieferkette.

Erfolgsfaktor Nr. 6:

Führen Sie regelmäßige Audits und Reviews durch!

Regelmäßige Überprüfung und Evaluation des Nachhaltigkeitsmanagements mit dem KVP des Umweltmanagements zusammenlegen, dabei die Einhaltung der Unternehmensphilosophie und des Verhaltenskodexes prüfen sowie die Umsetzung des Maßnahmenprogramms überwachen
Erweitern Sie die Fragenkataloge Ihrer internen Audits um Nachhaltigkeitsfragen

Erfolgsfaktor Nr. 7:

Reden Sie über Nachhaltigkeit!

Die Mitarbeiter sind umfassend einbezogen werden. Die von EMAS geforderte umfassende Mitarbeiterbeteiligung kann nahtlos auf Nachhaltigkeitsfragen ausgedehnt werden. Binden Sie die Mitarbeiter in Ihr Nachhaltigkeitsengagement ein. Denn sie bei Nachhaltigkeit- und Umweltmanagement die Experten und sind so auch bei CSR-Projekten von entscheidender Bedeutung. Ergänzen Sie bestehende Maßnahmen zur Mitarbeiterinformation um Nachhaltigkeitsaspekte.
Kommunizieren Sie Ihr Nachhaltigkeitsengagement auch gegenüber Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit. Nutzen Sie dazu unterschiedliche Kommunikationsmittel: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, klassische Werbung, Publikationen (wie Flyer, Broschüren oder Nachhaltigkeitsberichte), Internet- und Social Media Marketing.