Sparen Sie Treibstoffkosten mit energieeffizienten Reifen

Autoreifen stellen die Verbindung von Kfz und Straße her und verdienen allein deshalb hohe Beachtung. Doch Reifen tragen auch erheblich zum Treibstoffverbrauch und damit zu den Unterhaltskosten Ihres Fuhrparks bei. Grund genug, diesem Aspekt die nötige Beachtung zu schenken. Denn vermeintlich günstige Anschaffungskosten von Reifen können Sie beim Treibstoffverbrauch teuer zu stehen kommen.

Bereits seit 2013 müssen alle neuen Reifen für Pkws sowie für leichte und schwere Nutzfahrzeuge (C1-, C2- und C3-Reifen), die in der EU verkauft werden, nach ihrer Treibstoffeffizienz, Lärmerzeugung und Haftung bei Nässe gekennzeichnet werden. Ausnahmen bilden runderneuerte Reifen, professionelle Geländereifen und Rennreifen.

EU-Kennzeichnung ähnlich dem EU-Energielabel

Für die Kennzeichnung wird eine Skala, ähnlich dem EU-Energie-Label für Haushaltsgeräte, verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ bedeutet die beste und ein rotes „G“ die schlechteste Energieeffizienz. Zudem muss angeführt werden, wie gut die Reifenhaftung bei nassen Fahrverhältnissen ist. In der dritten Kategorie wird die Lärmerzeugung in Dezibel aufgelistet.

Zusätzlich ist anhand eines neuen Lärm-Piktogramms der erzeugte Lärmpegel der Reifen während der Fahrt durch die Anzahl an schwarzen Schallwellen abzulesen, die von einem abgebildeten Lautsprecher ausgestrahlt werden. Leise Autoreifen (unter 68 Dezibel) werden beispielsweise mit nur einer schwarzen und zwei weißen Schallwellen gekennzeichnet.

Die sichere Entscheidung: Der Blaue Engel

Reifen, die mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekennzeichnet sind, übertreffen sogar die gesetzlich gestellten Anforderungen der EU-Kennzeichnung.

Der Blaue Engel wird nur für Reifen verliehen, die im Durchschnitt einen um 20 Prozent geringeren Rollwiderstand und eine um 25 Prozent bessere Verzögerung auf nasser Fahrbahn aufweisen als es die EU-Grenzwerte vorsehen.

Unsere Empfehlung: Weder das EU-Label noch der Blaue Engel decken alle für die Qualität eines Reifens wichtigen Kriterien ab, so dass ein Blick in einschlägige Fachzeitschriften und entsprechende Tests nicht schaden kann. Schenken Sie aber auch der Treibstoffeffizienz die nötige Beachtung – vor allem bei viel gefahrenen Fuhrparkautos.


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